Kinokultur: Federico Fellini – Casanova (1976)
- Einleitung
- In den kuratierten und moderierten Kinokultur-Filmreihen werden jeweils thematisch abgestimmte Werke aus unterschiedlichen Kinoepochen gezeigt und besprochen.
- Kursziel
- Zwischen Traum und Trauma – Fellini trifft Lynch
Filme jenseits der Wirklichkeit
Was geschieht, wenn sich die Filmkunst nicht mehr der äusseren Wirklichkeit, sondern der inneren Logik von Träumen, Erinnerungen und Albträumen verpflichtet fühlt? Wenn sich Erzählungen nicht mehr entlang linearer Ursache-Wirkung-Ketten entfalten, sondern entlang psychischer Zustände, verdrängter Ängste und fluiden Identitäten? Diese sechsteilige Reihe bringt zwei visionäre Filmemacher ins Gespräch: Federico Fellini und David Lynch – ein italienischer Magier des Imaginären und ein amerikanischer Architekt des Unheimlichen. Beide überschreiten bewusst die Grenze zur Surrealität, um seelische Wahrheiten jenseits des Realismus freizulegen. David Lynch sah in Fellini nicht nur ein künstlerisches Vorbild – er betrachtete ihn auch als geistigen Weggefährten. - Inhalt
- Federico Fellini – Casanova (1976)
Fellinis Casanova ist keine glanzvolle Verführungsgeschichte, sondern eine
kalte Reise durch Masken und Sinnleere.
Dieser Casanova ist ein Mann ohne Zentrum – getrieben von Reflexen und Projektionen. Traum und Realität verschmelzen in einem theatralischen Kosmos aus Symbolen, Allegorien und sexueller Melancholie. Fellini entwirft ein antikausales, visuelles Psychodrama über männliche Einsamkeit. - Leitung
- Sebastian Frommelt ist Autor und Regisseur für Film und Bühne.
- Ort
- Skino Schaan, Poststrasse 27, Schaan
- Beginn
- Dienstag, 17. März 2026, 19:45 bis 22:30 Uhr
- Hinweise
- Tickets unter: www.skino.li
- Organisation
- Stein Egerta / Barbara Jehle

