Vortrag: Historische Fotografie in Liechtenstein

29. März 2017

Am Freitag, 7. April beleuchtet der renommierte  Fotohistoriker Markus Schürpf im Seminarzentrum Stein Egerta  in Schaan das Fotovermächtnis von Pfarrer Anton Frommelt.

 

Liechtensteins Alltag fotografiert

Für Liechtenstein war  Anton Frommelt (1895 bis 1975) ein Glücksfall. Als Pfarrer von Triesen fotografierte er zwischen 1922 bis 1933 die Menschen im Alltag, bei der Arbeit, bei den kirchlichen Festen, in Not und Krankheit. In seinem Fokus standen die  Menschen und das Dorfleben von Triesen. Dabei hat er viele künstlerisch berührende und historisch wertvolle Bilddokumente geschaffen.  Auch die beeindruckende Landschaft seiner Heimat, im besonderen die Berg- und Pflanzenwelt, zählt zu seinen bevorzugten Motiven und findet sich in seinen künstlerischen Arbeiten wieder.

 

Dorf- und Wanderfotografie

Den früheren Dorf- und Wanderfotografen verdanken wir fotografische Dokumente der ländlichen Welt ohne idyllisierenden Blick, geprägt von einer eigenen Ästhetik. Referent Markus Schürpf vom Büro für Fotografiegeschichte in Bern setzt die Bilder Frommelts in den kunstgeschichtlichen Kontext der «dezentralen Fotografie» in der Schweiz. Fotos fernab der wirtschaftlichen und kulturellen Zentren im gesellschaftlichen und geografischen «Hinterland» der Schweiz. Eine Art von Fotodokumentation der Zeit und der Region.

 

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