Verbindung mit Indonesien zum Dritten

12. Oktober 2017

Vernissage – In Verbindung III präsentiert die Kunstplattform „Senimart“ im Seminarzentrum Stein Egerta das Leben und die Arbeiten der indonesischen Milleniumsgeneration.

 

Senimart ist eine Kunstplattform für junge indonesische Kunstschaffende, um das Schaffen zu optimieren und Netzwerke zu bilden. In einer Gruppenausstellung werden im Foyer und Untergeschoss der Stein Egerta 62 Werke von zwölf Kunstschaffenden aus Indonesien gezeigt: Abenk Alter, Ali Hamzah, Yunita Elvira Anisa, Onel, Talitha Maranila, Nathania Valentine, Karin Josephine, Ayu Desianti, Mahendra Nazar, Popo Mangun, Widi Pangestu Soegiono und Hally Ahmad. Die Künstler waren eingeladen, ihre Arbeiten zum Thema „Verbindung“ Europa und Indonesien vorzustellen. Die Diskussion und Gespräche sind geteilter Diskurs darüber, wie die zeitgenössische Kunst aus ihrer Sicht Kulturerbe und Zukunft, Kultur und Natur verbindet.

 

Mystische und soziale Aspekte

Indonesien hat mit 260 Mio Einwohnern die viertgrösste Bevölkerung der Welt und ist eine der vielschichtigsten, mit Hunderten von Kulturen, Religionen und Sprachen. Diese Diversität spiegelt sich in der Kunst wider. Seit den Achtziger Jahren haben sich die Grosstädte Jakarta, Bandung und Jogjakarta zum kommerziellen Zentrum für Kunst in Indonesien entwickelt. Die Seminart-Künstler kommen mehrheitlich aus diesen Städten. Die wichtigsten Elemente kontemporärer Kunst aus Indonesien sind mystische und soziale Aspekte. Um den Einflüssen der Globalisierung etwas entgegenzustellen, suchen die Künstler häufig die Nähe zur einheimischen Bevölkerung. Der Wunsch, ihrer Kunst einen lokalen Stempel zu verpassen, führt viele zurück zu ihren Wurzeln und lässt sie traditionelle Symbole und Themen in ihre Werke integrieren.

 

Schattenspiele

Im zweiten Teil der Eröffnung sprach Eva von Reumont über die Tradition des indonesischen Schattenspiel „Wayang“ und seine Auswirkungen auf Kunst und Literatur. Das Schattenspieltheater stellt eine fortwährende Wissensbrücke über Jahrhunderte dar und fliesst in viele künstlerische Positionen mit ein. Die indonesische Werkschau ist noch bis 27. Oktober 2017 zu sehen. Der 64-seitige Katalog bietet einen ausgezeichnet bebilderten Überblick über die drei Ausstellungen zum Thema „Verbindung“, welche von Mona Liem kuratiert wurden. Ab 5. November ist im Foyer die neueste Ausstellung von Barbara Geyer zu sehen.

 

Extra aus Indonesien zur Ausstellungseröffnung angereist: Hally Ahmad, Künstler;  Bintang Gemilag, Gründer von Seminart und Co-Kurator von VERBINDUNG III und William Hengky, Künstler.

 

Im Foyer und Untergeschoss der Stein Egerta in Schaan werden 62 Werke von zwölf Kunstschaffenden aus Indonesien gezeigt. Eva von Reumont (r.) stellte an der Eröffnung „Wayang“, das indonesische Schattenspiel vor. Mona Liem (Dritte v. l.), die Kuratorin von VERBINDUNG I, II und III zeichnete für das Gesamtprogramm verantwortlich.  

 

 

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