Kultur- und Studienfahrt nach Athen

26. April 2017

In der griechischen Hauptstadt vereinen sich modernes Leben und antike Kultur, südländische Gelassenheit und buntes Grossstadt-treiben, Orient und Okzident: Genau das macht Athen zum idealen Reiseziel. 14 Kulturliebhaber aus Liechtenstein fanden auf der Stein Egerta-Studienreise vom 18. bis 23. April 2017 unter der Leitung von Daniel Quaderer eine hervorragende Auswahl an archäologischen Stätten und Museen, die es zu erkunden galt. Zu sehen waren aber auch viele repräsentative Gebäude aus der Zeit des Klassizismus, elegante Cafés und zahlreiche Galerien und Denkmäler.

 

Akropolis und Dionysos Theater

Die Reisegruppe besichtigte am ersten Tag die wichtigsten Monumente von Athen. Zunächst stand der Besuch des Dionysos Theaters auf dem Programm. Es ist das älteste Theater der Welt, wo schon Aeschylus, Sophokles und Euripides tätig waren. Später folgte die Besichtigung der Akropolis mit Parthenon, Propyläen, Erechteion und Niketempel. Der Grossraum Athen hat 5 Mio Einwohner. Dank strenger Baugesetze ist die Akropolis von jedem Haus der Stadt sichtbar. Die Akropolis in Athen ist seit 1986 Teil des Unesco- Weltkulturerbes. Wegen der Besucher der vielen Kreuzfahrtschiffe von Piräus kann die Wartschlange am Morgen vor dem Eingang zur Akropolis bis zu 200 m lang werden. Da die Stein Egerta-Gruppe erst gegen Abend diese Sehenswürdigkeit besucht hat, war der Besucheransturm nicht mehr so überwältigend. In einem typischen Kafeneion in der Altstadt (Plaka) genossen wir den berühmten griechischen Kaffee mit Blick auf die antike Agora. Die  Agora war in der griechischen Antike ein Versammlungsplatz der Polis, der für die Heeres-, Gerichts- und Volksversammlungen der freien Bürger genutzt wurde.

 

Epidaurus und Agamemnongrab

Am zweiten Tag ging es mit dem Bus entlang der Küste nach Korinth. In Epidaurus besichtigt die Gruppe das grösste Aeskulapium der Antike und damit auch das schönste Open-Air-Theater der Welt. Das Epidaurus-Amphietheater ist  eine der bedeutendsten antiken Kulturstätten und auch bekannt für seine sehr gute Akustik. Es zählt seit 1988 zum Unesco-Weltkulturerbe. In Nauplia stand ein Besuch der venezianischen Festung Palamidi auf dem Programm. Am Nachmittag dann ein weiterer Höhepunkt. Die Besichtigung der Akropolis von Mykene mit dem Löwentor und dem berühmten Agamemnongrab. Agamemnon war in der griechischen Mythologie der Herrscher von Mykene und der Anführer der Griechen im Trojanischen Krieg. Nach zehnjähriger Belagerung fiel Troja. Bald nach seiner Rückkehr nach Mykene wurde Agamemnon von seiner Frau Klytaimnestra und ihrem Geliebten Aigisthos im Bad erdolcht. 

 

Piräus und Poseidontempel

Am dritten Tag Besuch der Onassis-Bibliothek und des Onassis-Kulturzentrums. Der siebenstöckige Quader aus Glas und Marmor beherbergt zwei Theatersäle, Ausstellungsräume und versteht sich als Begegnungszentrum mit einem breiten kulturellen Angebot. Anschliessend erfolgte die Fahrt zur Hafenstadt Piräus, wo die Gruppe bei einer Stadtrundfahrt den Hafen und die wichtigsten Gebäude, Sehenswürdigkeiten und Denkmäler kennengelernt hat.  Später ging es entlang der Apolloküste nach Kap Sounion. Ein Ort, der wegen der eindrücklichen Ruine des antiken Marmortempels des Meeresgottes Poseidon Weltruhm erlangt hat.

 

Neues Akropolismuseum

Am letzten Tag erfolgte der Besuch des neuen Akropolismuseums. Eines der besten Museumshäuser weltweit. Die sachkundige Führerin Anna Baltasi zeigte der Gruppe die interessantesten Sehenswürdigkeiten aus mehr als 4.000 ausgestellten Artefakten. Zu den Höhepunkten des Akropolis-Museums zählen Statuen aus archaischen Zeiten sowie die beeindruckende Parthenon Halle, die den berühmten Tempel auf der Spitze der Athener Akropolis preist. Weitere spannende Ausstellungsstücke sind die archäologischen Überreste der antiken Stadt, die bei Ausgrabungen am Museum selbst entdeckt wurden.

 

Stadtrundfahrt Athen

Eine faszinierende Stadtrundfahrt durch das alte und neue Athen rundete das Programm am letzten Tag ab. Zu sehen waren das Parlament, das panathinaesche Stadion der ersten olympischen Spiele der Neuzeit von 1896, die Universität, die Nationalbibliothek und der Berg Lykabetus mit der schönsten Aussicht von Athen.Der Syntagma-Platz, vor dem heutigen griechischen Parlament in Athen, bietet einige Sehenswürdigkeiten. Davor patrouillieren die Wachsoldaten. Die Elitetruppen der königlichen Armee bewachen dort das Grab des unbekannten Soldaten und vollziehen stündlich die Wachablösung. Die Evzonen, wie sie auch genannt werden, tragen traditionelle griechische Uniformen und sind seit der Abschaffung der Monarchie für repräsentative Aufgaben zuständig. Das Parlamentsgebäude ist sehr schlicht gehalten. Von Protzgehabe wie in anderen Hauptstädten keine Spur. Das macht sie einfach sympathisch, diese Griechen!

 

Zu den Programmpunkten der Stein Egerta-Studienreise vom 18. bis 23. April 2017 gehörten

Akropolis mit Parthenon, Propyläen, Erechteion und Niketempel Neues Akropolismuseum

Dionysos-Theater

Antike Agora

Plaka (Altstadt von Athen)

Epidaurus-Amphietheater

Akropolis von Mykene mit Löwentor und Agamemnongrab

Küste von Korinth und Kanal von Korinth

Onassis-Kulturzentrum und  -Bibliothek

Apolloküste und Kap Sounion mit Poseidontempel

Stadt und Hafen von Piräus

Parlament mit Wachablösung

Syntagma-Platz

Panathinaeisches Stadion von 1896

Akademie und Nationalbibliothek

Lykabetus-Hügel

 

Nächste Stein Egerta-Studienreisen

Champagne: 15.-18. Juni 2017

Toskana: 7.-10. Oktober 2017

Frankfurter Buchmesse: 13.-15. Oktober 2017

Baltikum mit Estland, Lettland Litauen: 8.-14. Oktober 2018

 

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