Jahresrückblick 2021: Lernwelten erweitert und Aufbruchstimmung

23. März 2022

Im 2021 konnte die Erwachsenenbildung Stein Egerta (EBA) insgesamt 572 Veranstaltungen durchführen. Wegen der Corona-Pandemie spielten sich viele Begegnungen nur in Videokonferenzen ab, zahlreiche Veranstaltungen wurden verschoben oder unter 3G- und 2G-Bedingungen abgehalten. Mit ihrem vielfältigen Angebot hat die Erwachsenenbildung Stein Egerta versucht, den Menschen in der Region unter diesen schwierigen Bedingungen eine positive Perspektive zu bieten. 

 

Bei einem Angebot von 1’004 Kursen lag die Durchführungsquote bei 57 Prozent. Der Schwerpunkt lag in den Bereichen Sport/Bewegung und Gesundheit/Körperarbeit. Das Seminarzentrum verzeichnete 4’840 Teilnehmende in den Kursen und 1'400 Personen mit Gastgruppen. Neben dem allgemeinen Kursprogramm bot die EBA interessierten Partnern auch massgeschneiderte Weiterbildungsangebote als Dienstleistung an. Die Pakete im Rahmen des Projekts «Bildung in den Gemeinden», einem speziellen Weiterbildungspro-gramm für Gemeinde-Mitarbeitende, sowie die BMS-Vorbereitungskurse fanden erfreulichen Anklang. Das Weiterbildungsangebot im Zusammenwirken mit dem LOC konnte erfolgreich fortgeführt werden. Im Rahmen des Projekts «Grundkompetenzen» wurden drei Kurse zum Fachbereich «Lesen und Schreiben» organisiert.

 

Ein kleines, schlankes Team im Hintergrund

Die Institution beschäftigte Ende Jahr 13 Mitarbeitende, davon vier in Vollzeit und neun in Teilzeit. Sie teilen insgesamt 720 Stellenprozente. Die hochgesteckten Jahresziele im Bereich des Kurs- und Vortragswesens sowie bei der Auslastung des Seminarzentrums konnten in dieser ausserordentlichen Zeit nicht erreicht werden. Und das Paradoxe an der Situation war, dass sich trotz des starken Rückgangs in allen Geschäftsfeldern der administrative Aufwand tendenziell vergrösserte, mussten doch eine Vielzahl von Absagen, verbunden mit Gutschriften oder Rückzahlungen, von Verschiebungen oder Umstellungen von Präsenzkursen auf Online-Angebote etc. bewältigt werden. Erschwerend kamen ständig wechselnde Rahmenbedingungen für die Durchführung von Veranstaltungen aufgrund der notwendigen Schutzkonzepte der Regierung dazu.

 

Ende der Bauarbeiten in Sicht

Die Gemeinde Schaan als Eigentümerin der Stein Egerta setzt sich grosszügig mit der Sanierung des Areals für die Belange der Erwachsenenbildung ein. Im letzten Sommer konnten die Umbauarbeiten im Gebäude «Tend» termingerecht abgeschlossen werden. Somit stand für das Wintersemester das neue Bistro für Seminarteilnehmende zur Verfügung. In der aktuell laufenden Bauphase III erfolgt der Umbau des Haupthauses, mit dem räumlich die einschneidendsten Auswirkungen verbunden sind. Zur Überbrückung der Engpässe wurde in der ehemaligen Pferdekoppel ein «Studylab» auf Baucontainerbasis errichtet. Nach Abschluss dieser letzten Bauetappe werden ab November mehr Seminarräume zur Verfügung stehen, ein attraktives Foyer, mehr Platz für Archiv- und Lagerflächen sowie erneuerte sanitäre Anlagen, wobei von der Gemeinde dem Aspekt der Behindertengerechtigkeit überall Rechnung getragen wird.

 

Vielfältiges Kulturangebot

Die Stein Egerta ist seit jeher bekannt für ihr hochstehendes Angebot von Kunst und Kultur.  Lesungen, Konzerte, Ausstellungen und Theater sind seit 1982 fixer Bestandteil des Pro-gramms. Im Haupthaus waren die Ausstellungen von Peter Beck und Roswitha Schädler-Risch zu sehen. Die Serenade bestritt Brigit Plankel mit dem Blockflöten-Quartett „La Rocaille“. Regisseurin Eveline Ratering inszenierte im Innenhof an zwei Abenden das Zwei-Frauen-Stück «Die Bank» und Mitte August liess die neunköpfige Band „Memphis Flash“ Elvis Presley hochleben.

 

Das Team der Erwachsenenbildung Stein Egerta, von links: Anne De Rossi, Sandra Eichele, Anne Gerhards, Daniel Quaderer, Yvonne Blum-Ritter Myriam Mikus, Corinne Vogt und Philip Schädler im neuen Innenhof. (Foto: Urs Bärlocher)

 

Ein Verlust im 2021 von CHF 11'278

Die Vermögenslage ist auch nach den beiden Corona-Jahren solide. Die Erfolgsrechnung 2021 schliesst bei einem Umsatz von CHF 1.95 Mio mit einem Verlust von CHF 11'278. Dass das Defizit so gering ausfiel, war in erster Linie dem ausserordentlichen Corona-Hilfspaket von Regierung und Landtag zu verdanken sowie zusätzlich dem Entgegen-kommen der Gemeinde Schaan und der Stiftung Erwachsenenbildung Liechtenstein. Ebenso dazu beigetragen haben die eingeleiteten eigenen grossen Sparanstrengungen sowie zusätzlich eingeworbene Spendengelder.

 

Ein paar programmliche Highlights 2021

 

Vortrag und Podium Das Casino gewinnt immer
Vortrag Chinas Ansprüche auf Hongkong und Taiwan
Tour Liechtensteiner Bahnhoftour
Film und Podium Filmperlen aus dem Landesarchiv
Vortrag Bitcoin und Blockchain
Podium Plastikrei leben
Vortrag Pater Martin Werlen: Aus dem Schneckenhaus

 

Vortrag und Podium zur Situation der Casinos in Liechenstein im SAL in Schaan: Präsenz- und Livestream-Veranstaltung.

 

Schaan, 23. März 2022, Daniel Quaderer

 

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