Bessere Fotos mit dem Handy

15. März 2017

Nahezu jedes Handy kann heute Fotos aufnehmen. In der Bildqualität brauchen sich  Smartphones hinter Kompaktkameras nicht mehr zu verstecken und dennoch gibt es ein paar Details zu beachten, falls das Foto nicht nur im Familienalbum eingeklebt wird.

 

Sujet und Aufnahme

Ob zufälliger Schnappschuss aus dem Moment heraus oder eine gut überlegte Bildkomposition, die Teilnehmenden haben am Kurs von Claudio Jäger und Daniel Quaderer am 13. März 2017 in Kunstschule Liechtenstein in Nendeln viele Tipps und Kniffs kennengelernt, damit das Handybild einen professionellen Eindruck hinterlässt und das Bild von der Tagespresse und den Online-Medien genutzt werden kann. Da die Mehrheit des Handykameras wegen ihrer vergleichsweise geringen Lichtstärke besonders von gutem Licht abhängig sind, sollte man für gute Fotos darauf achten, dass man die Hauptlichtquelle im Rücken hat. Ungünstige Lichtverhältnisse und helle Reflektionen sind also zu vermeiden. Weitere Tipps: Nicht zu nah ans Motiv. Abstützen, wo es nur geht: Bildstabilisator hin oder her. Reinige die Linse. Vermeide einen verwirrenden Hintergrund. Nutze den Fokus, denn ein halb durchgedrückter Auslöser fokussiert das Motiv. Und zuletzt: Nutze den Blitz mit Bedacht.

 

Bildbearbeitung

Die Teilnehmenden erhielten auch einen Blick in die Grundlagen der digitalen Bildbearbeitung. Hierzu gehört zum einen ein gewisses Verständnis für die Art der Bildspeicherung und der Farbdarstellung als auch das Wissen um die Einsatzgebiete der verschiedenen Werkzeuge, die das Bildbearbeitungsprogramm bietet. Bevor man ein Bild bearbeitet oder eine Grafik erstellt, sollte man sich überlegen, zu welchem Zweck die Datei später genutzt werden soll. Wird sie in eine Website eingebunden, sollte man RGB-Farben wählen, da der Monitor mit diesem Farbmodell arbeitet. Soll das Foto aber in der  Zeitung abgedruckt wird, empfiehlt sich die CMYK-Farbskala. In jedem guten Bildbearbeitungsprogramm kann man zwischen diesen beiden wählen

 

Kein Bild ohne Bildlegende 

Bei der Weiterleitung des Fotos an die Presse lohnt es sich, gute Bildlegenden zu formulieren. Sie eignen sich, um eine zusätzliche Information zu transportieren oder dem Betrachter und Leser das dazugehörige Bild zu erklären. Dabei gilt es folgende Regeln zu beachten.

 

  • Bildlegende bestehen idealerweise aus ein bis drei Sätzen.
  • Sie  sollten nicht etwas zum Bild aussagen, was der Betrachter auf den ersten Blick selbst erkennt.
  • Und sie sollten inhaltlich nicht alles wiederholen, was schon im Titel, Lead oder den Zwischentiteln des dazugehörigen Textes steht. Das langweilt den Leser und bringt ihm keinen Mehrwert.
  • Bildlegenden dürfen im Präsens abgefasst sein, obwohl der auf dem Foto festgehaltene Moment bereits Vergangenheit ist. Man nennt dies  „stilistischer Präsens“

 

Lieber keine Bildlegende, als wie eine schlechte

Aktuelle Kurse