Vortrag zur Abänderung der Liechtensteiner Landeshymne

Im Dezember 1963 beschloss der Landtag die Abänderung der Landeshymne auf den noch heute gültigen Text. Vom «deutschen Rhein» und vom «deutschen Vaterland» war nun an nicht mehr die Rede. Die dazugehörende Regierungsakte zeigt, welche Meinungen und Stimmungen es dazu gab und wie sich das Liechtensteiner Parlament wegen der Abänderung als «Hilfseidgenossen» verspotten lassen musste.

 

Der Vortrag von Philipp Wittwer startet am Donnerstag, 23. Februar, 17.00 im Landesarchiv in Vaduz. Anmeldung und Auskunft: Erwachsenenbildung Stein Egerta, Tel. +423 232 48 22, E-Mail: info@steinegerta.li
 

Die ursprüngliche Nationalhymne wurde von Jakob Josef Jauch geschrieben und von einem unbekannten Komponisten komponiert, der die Melodie von „God Save the Queen“ verwendet.

 

Pepi Frommelt (1935 bis 2019) war ein Vorreiter der liechtensteinischen Volksmusikforschung. Er konnte auch alles über die Entstehung der liechtensteinischen Landeshymne  Erfahrung bringen. Foto: Pepi Frommelt-Stiftung

Die Landeshymne wird stehend gesungen. Das Heben der Hand bei den Worten «Hoch leb der Fürst vom Land, hoch unser Vaterland» entspricht der schon im 19. Jahrhundert üblichen Geste bei Hochrufen auf den Fürsten. Foto: Landesarchiv.

 

Ursprungstext der Landeshymne: Jakob Josef Jauch
Jauch gilt als Verfasser des Textes der liechtensteinischen Landeshymne. Er war ein weltgewandter, gebildeter und sozial denkender Priester, der wegen seiner fortschrittlichen Haltung bei vielen auf Unverständnis und Ablehnung stiess. Wohl deshalb musste Jauch im August 1856 auf Anordnung des Bischofs von Chur das Land verlassen, obwohl sich die Gemeinde Balzers für seinen weiteren Verbleib eingesetzt hatte. Ab 1856 Feldprediger in Italien. Quelle: Historisches Lexikon

 

 

 

Aktuelle Kurse