Oskar-Werner-Filmtage im Alten Kino Vaduz

Zum 100. Geburtstag von Oskar Werner zeigt der Gasometer in Triesen eine Ausstellung über den bekannten Schauspieler, der von 1951 bis zu seinem Tod den Hauptwohnsitz in Triesen hatte. Im Begleitprogramm werden ab Sonntag, 12. Februar, seine wichtigsten Filme im Alten Kino Vaduz gezeigt. Start: jeweils um 19.00 Uhr.

 

  • So, 12. Februar: Jules und Jim
  • Mo, 13. Februar: Fahrenheit 451
  • Di, 14. Februar: Das Narrenschiff (Oscar-Nomination)
  • Mi, 15. Februar: Der Spion, der aus der Kälte kam (Golden Globe)

 

Die Oskar­-Werner­-Filmtage sind eine Gemeinschaftsproduktion der Stein Egerta, des Alten Kinos Vaduz und des Gasometers.

 

Die Anzahl Sitzplätze ist beschränkt. Sichern Sie sich gleich ihre Plätze beim Alten Kino: info@alteskino.li oder Telefon +423 797 09 30.

 

So, 12. Februar: Jules und Jim

Francois Truffaut, 1962, 105 Min.

 

Jules und Jim ist ein französischer Liebesfilm von François Truffaut, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Henri-Pierre Roché, und gilt als Klassiker der französischen Nouvelle Vague. Der Österreicher Jules und der Franzose Jim lernen sich vor dem Ersten Weltkrieg im Paris der ›Belle Epoque‹ kennen. Auf ihren Streifzügen durch die Stadt treffen die beiden Studenten auf Cathérine und sind sofort fasziniert von ihrer unberechenbaren und leidenschaftlichen Art. Cathérine verliebt sich in beide Männer, entscheidet sich jedoch schließlich für Jules. Als Jim das Paar nach dem Krieg im Schwarzwald besucht, flammt die alte Leidenschaft zwischen ihm und Cathérine wieder auf. Der Film zählte zu den grossen Erfolgen der Nouvelle Vague und beeinflusste das Lebensgefühl einer ganzen Generation von Kinogehern. Die Verfilmung des autobiografischen Romans von Henri-Pierre gilt als einer der schönsten Liebesfilme, die François Truffaut mit Leichtigkeit und Ironie inszenierte.

 

Jules et Jim: Die Verfilmung des autobiografischen Romans von Henri-Pierre gilt als einer der schönsten Liebesfilme, die François Truffaut mit Leichtigkeit und Ironie inszenierte.

 

Mo, 13. Februar: Fahrenheit 451

Francois Truffaut, 1966, 105 Min.

 

In einer Welt der Zukunft ist das Lesen von Büchern verboten und unter Strafe gestellt. Feuerwehrmann Guy, der Bücher verbrennt, lernt im Monorail-Zug die junge Clarissa kennen, die seiner Frau Linda gleicht und Bücher liebt. Bald ist er selbst der Faszination des Lesens erlegen. Doch mit der Einsicht kommt auch die Gefahr - denn er wird verraten und verfolgt. Er muss in die weiten Wälder fliehen, um sich selbst zu retten. Doch auch da leben Menschen, die dem Regime entkommen wollen. Fahrenheit 451 ist ein britischer dystopischer Science-Fiction-Film des Regisseurs François Truffaut aus dem Jahr 1966. Er entstand nach dem gleichnamigen Roman von Ray Bradbury. Der Titel bezieht sich auf eine Temperatur von etwa 233 °C, bei der sich Papier – beruhend auf einem von Bradbury selbst ermittelten und gemeinhin als zu niedrig angesehenen Wert – ohne weitere äußere Einwirkung entzündet.

 

Di, 14. Februar: Das Narrenschiff (Oscar-Nomination für Oskar Werner)

Stanley Kramer, 1965, 135 Minuten

 

Drama, das zwei Oscars gewann. Stanley Kramers vielfach preisgekröntes Meisterwerk mit internationalen Kinostars nach dem Bestseller von Katherine Anne Porter. Ein melancholisch-kritisches Spiegelbild gesellschaftlicher Zustände am Vorabend des Dritten Reiches. Ein Passagierschiff fährt 1933 von Vera Cruz nach Bremerhaven. Die Reisegesellschaft ist international bunt zusammen gewürfelt: Unter ihnen der auf die Nazis setzende Verleger Siegfried Rieber, die frustrierte Amerikanerin Mary Treadwell, der abgetakelte Sportstar Bill Tenny, der Jude Löwenthal, der sich seinen deutschen Patriotismus bewahrt hat, die spanische Adlige La Condesa, die des Landes verwiesen wurde. Derweil bahnt sich zwischen dem herzkranken Schiffsarzt Schumann (Oskar Werner) und der Condesa (Simone Signoret) eine unglückliche Liebesaffäre an. Mosaikartig schildert der Filmklassiker ihre Charaktere, Tragödien und Lebensansichten.

 

Mi, 15. Februar: Der Spion, der aus der Kälte kam (Golden Globe für Oskar Werner)

Martin Ritt, 1966, 112 Minuten

Mit Richard Burton, Claire Bloom und Oskar Werner

 

Der Agententhriller um einen britischen Spion, der in den Interessenkonflikt der politischen Machtblöcke von Ost und West gerät, erzählt eine Geschichte von Verrat und falscher Loyalität. Alec Leamas (Richard Burton) ist Leiter der West-Berliner Abteilung des britischen Geheimdienstes. Er soll Hans-Dieter Mundt (Peter van Eyck), den Chef der Ost-Berliner Gegenspionage, außer Gefecht setzen. Aus diesem Grund wird ein raffinierter Plan ausgearbeitet: Leamas wird scheinbar entlassen und spielt nach außen den zutiefst verbitterten Alkoholiker, der nach seiner Entfernung aus dem Geheimdienst ein armseliges Leben mit einem unbedeutenden Bürojob fristet. Er beginnt eine Liebesaffäre mit seiner Arbeitskollegin Nancy (Claire Bloom), einer orthodoxen Kommunistin. Und der Plan scheint aufzugehen. Die Gegenseite wird auf Leamas aufmerksam und wirbt ihn für ihre Zwecke an. Damit beginnt ein vertracktes Spiel um Verrat, Doppel-Agenten und falsche Loyalität, in dessen Verlauf Leamas realisieren muss, dass er von seinen Vorgesetzten benutzt wurde, um Mundt, der eigentlich für die Briten arbeitet, zu schützen. Gemeinsam mit Nancy, die als Zeugin nach Ost-Berlin gelockt wurde, beschließt Leamas, dem Geheimdienst ein für alle Mal abzuschwören und mit Nancy ein neues Leben anzufangen. Doch die Gewalt des Kalten Krieges holt die beiden Lieben den ein. (Arte)

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