Chinas Seidenstrasse zu Land und Wasser: einst und heute

Die Teilnehmenden erhalten am Dienstag, 5. April, 19:00 Uhr von Peter Geiger Einblicke in die alte Seidenstrasse zu Zeiten von Marco Polo und Zheng He sowie Einsichten in Ziele, Probleme und aktuellen Stand der „Neuen Seidenstrasse“. 

 

Im europäischen Spätmittelalter reiste Marco Polo über die innerasiatische Seidenstrasse nach China. Seine Rückkehr ab 1291 erfolgte auf dem Seeweg. Ein Jahrhundert später fuhr der chinesische Flottenadmiral Zheng He mit riesigen Segelschiffen im Auftrag des Kaisers bis Indien, zum Persischen Golf und zur afrikanischen Ostküste.

 

Heute will die Volksrepublik China eine Neue Seidenstrasse bauen. Sie soll China wirtschaftlich über Land und Meer mit Dutzenden von Ländern in Asien, Europa und Afrika verbinden, durch Netze von Bahnlinien, Strassen und Häfen. Welche Länder betrifft es? Wie wird geplant, gebaut, finanziert, kontrolliert? Auf welchen Routen läuft der Güterverkehr schon? Was für Probleme stehen im Weg, technisch, geopolitisch, regional, etwa in Gegenden wie Afghanistan? Wie propagiert China die Neue Seidenstrasse? Wie reagiert man in Europa, in den USA, auch in Liechtenstein?

 

Im Anschluss an den Vortrag sind Fragen und eigene Beiträge willkommen.

 

Leitung

PD Dr. Peter Geiger ist Historiker, er befasst sich seit langem mit China und dessen Geschichte, Politik, Gesellschaft, Kultur und Alltag. Seit 2011 weilt er jährlich für längere Studien in China, er spricht auch Chinesisch.

 

Beginn

Dienstag, 5. April 2022, 19.00 bis 20.30 Uhr
Ort
SAL, Kleiner Saal, Schaan
Kosten
CHF 20,00
Hinweise
Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung erforderlich: www.steinegerta.li

 

Mit den Plänen zur  neuen Seidenstrasse ist China zum grössten Kreditgeber der Welt geworden. Die Schuldenstände vieler Entwicklungsländer sind dabei stark angestiegen. Das grösste Problem sind allerdings nicht ihre Staatsschulden, sondern die «versteckten Schulden» bei China.

 

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